Warmfahren

Die ganze Planung ist irgendwie fürn Quark diesmal. Vorgesehen war ja, dass es hier heute mit der nächsten langen Tour weitergeht. Ist aber nicht.

Erstmal: S. ist krank und hat für nächste Woche einen Platz in der Reha. Unsere Frankreich-Tour werden wir daher erstmal auf unbestimmte Zeit verschieben; voraussichtlich aufs nächste Jahr. Meinen Urlaub habe ich jedenfalls erstmal von 3 Wochen auf eine reduziert. Der Rest wird “gespart” und vielleicht ergibt sich im Herbst ja noch die Chance auf eine gemeinsame Tour.

Wenn S. sich demnächst bei Wassertreten und Schlammpackungen erholt, werde ich eine Woche Kurz-Fernstrecke machen. Ein oder zwei Fluss-Radwanderwege habe ich mir vorgenommen. Grobe Planung: Von der Elbe die Saale hoch, dann zum Main queren. Nächster Strich durch die Rechnung. Denn aktuell wäre das mit ziemlicher Sicherheit eher eine Kanu- als eine Rad-Tour. Es geht zwar erst in zwei Wochen los, aber wenn dann Aufräumarbeiten stattfinden, will man ja auch nicht im Weg rumstehen. Außerdem gibts nach Hochwasser immer Mückenplagen – und die will ich wennschon dann bitteschön nur im Original mitnehmen. Ich werde also nochmal umplanen – mal sehen, wo ich spontan lande.

Eine Konstante hat jedenfalls gehalten: heute war der Berlin-Velothon. Ein Radrennen für Jedermann. Eigentlich war das ja als warm up für Frankreich geplant. Alles hätte so schön gepasst: Start so gegen 8 Uhr früh, bis zum Frühstück wieder heim, Rennrad abstellen. Reiserad und S. einsammeln und nachmittags zum Flughafen nach La France, abends wollten wir in La Rochelle sein.

Na, zumindest das Radrennen konnte ich heute fahren. Es war mein erstes überhaupt. Hat tierisch Spaß gemacht. Bei schönstem blauen Himmel bin ich zu Hause los, die Straßen waren beim Weg zum Start schon weitgehend gesperrt und Berlin angenehm autofrei. Aus allen Seitenstraßen kamen immer mehr Jedermänner dazu. Cool.

Mangels Erfahrung hatte ich mir vorgenommen, es erstmal langsam angehen zu lassen. Im Windschatten mehrerer Teams habe ich mich gemütlich mitziehen lassen. Bei den zwei kleinen “Bergwertungen” wollte ich dann Führungsarbeit machen, aber keiner wollte konnte mitfahren :o) Insgesamt geht die Strecke an einigen netten Sight-Seeing-Spots vorbei quer durch Berlin. Nach meinen Trainingsrunden hatte ich recht kühn einen 30er-Schnitt als erklärtes Wunschziel ausgegeben. Am Ende bin ich für die 62km unter 1:45 h geblieben, durchschnittliche Reisegeschwindigkeit 35,5 km/h. Irgendwas ist definitiv anders ohne Gepäck!

Jetzt bin ich zwar pünktlich zuhause, aber der Flieger geht ja ohne uns. Damit die schick neu designte Seite hier trotzdem mal ein paar frische Inhalte bekommt, werde ich in etwa zwei Wochen von meiner Alleinreise bloggen. Stay tuned.